Sensibles Verhalten
Rücksichtsvoll im Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura
Ob Vogelgezwitscher, Insektensummen oder Blätterrauschen – Naturgeräusche wirken beruhigend. Naturerlebnisse machen uns sogar nachweislich glücklich: Sie reduzieren Stress, regen die Ausschüttung von Glückshormonen an und fördern Kreativität und Konzentration. Der Aufenthalt in der Natur ist allgemein gut für unsere Gesundheit und fördert unsere Lebenszufriedenheit. Ganz besonders der Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und reichen Artenvielfalt lädt ein, die Natur in vollen Zügen zu genießen.
Doch mit dem, was uns vom hektischen Alltag abschalten lässt, lösen wir bei Tieren und Pflanzen oft unbewusst Stress aus. Um unsere Landschaft und ihre wilden Bewohner zu schützen und für möglichst wenig Störung zu sorgen, gibt es hier Verhaltenstipps für einen möglichst umsichtigen Aufenthalt im Naturpark.
Allgemeine Tipps
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Auf ausgetretenen Pfaden... bleiben
Egal ob zu Fuß, per Rad oder anderweitig auf Erkundungstour: Nutzt zum Schutz unserer wertvollen Tier- und Pflanzenwelt die dafür ausgewiesenen Wege. Achtet auch beim Blick durch die Kameralinse darauf, wohin ihr tretet.
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Wildtiere nicht stören oder anfassen
Wildtiere brauchen ungestörte Rückzugsorte für Fortpflanzung und Erholung. Solltet ihr das Glück haben einem Wildtier zu begegnen, haltet Abstand, verfolgt und bedrängt es nicht, sondern genießt ruhig die Beobachtung. Fasst scheinbar verlassene Jungtiere nicht an und nehmt sie nicht mit. Meist sind die Elterntiere in der Nähe und warten darauf ihre Jungen ungestört versorgen zu können.
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Blumen pflücken und Pilze sammeln
Das Sammeln von Pflanzen und Pilzen, die keinen besonderen Schutzbestimmungen unterliegen, ist in kleinen Mengen für den Eigengebrauch erlaubt. Sammelt schonend und nehmt nie alle Pflanzen von einem Standort mit. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und andere Arten auf sie angewiesen. In Naturschutzgebieten dürfen keine Pflanzen gesammelt werden. Geschützte Pilze oder Pflanzen dürfen nie gesammelt werden.
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Hunde – treue Begleiter
Der beste Freund des Menschen wird von Wildtieren als Bedrohung wahrgenommen. Leint euren Hund deshalb an, vor allem in der sensiblen Brut- und Setzzeit. Sammelt Hundekot ein und entsorgt ihn in den dafür vorgesehenen Abfalleimern. Denn mit Hundekot verunreinigtes Futter kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen für Nutztiere haben.
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Brotzeitreste und anderer Abfall
Packt alles wieder ein und lasst nichts in der Natur zurück. Das gilt auch für Zigarettenkippen oder benutzte Taschentücher. Nutzt Abfalleimer zur Entsorgung oder nehmt euren Müll wieder mit nach Hause. Abfälle sind gefährlich für Tiere, Pflanzen und letztendlich uns. Durch sie können giftige Stoffe oder Mikroplastik in Böden und Gewässer gelangen.
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Lagerfeuer
Nutzt für euer Lagerfeuer nur offizielle Feuerstellen und verzichtet bei Waldbrandgefahr ganz darauf. Entzündet keinesfalls in und um Höhlen Feuer, denn Rauch und Ruß beeinträchtigen Höhlenklima und Höhlenbewohner. Auch im Wald dürft ihr kein Feuer entzünden.
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Dämmerung und Nacht
Viele Wildtiere haben sich an das menschliche Dasein bei Tag angepasst und ihre Aktivität in die Dämmerung und die Nacht verlegt. Aber es gibt auch viele nachtaktive Tiere. Gönnt den Tieren diese "Pause" von uns Menschen und legt eure Aktivitäten auf die Tageszeit.
Besondere Tipps
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Zusätzliche Regelungen in Schutzgebieten
Um gefährdete Tier- und Pflanzenarten besser schützen zu können, gelten in Schutzgebieten zusätzliche Regelungen. Achtet deshalb auf die Schutzgebietsbeschilderung und beachtet die jeweils geltenden Vorschriften.
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In der Vertikalen – Klettern
Beachtet die Zonierung der Kletterfelsen und die zeitlich befristeten Felssperrungen wegen Vogelbruten. Nehmt auch Rücksicht auf mögliche Anwohner. Parkt eure Autos nicht auf Wiesen oder landwirtschaftlichen Wegen.
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Paddelspaß im kühlen Nass – Kanu-/Kajakfahren
Beachtet die geltenden Regelungen. Schont Ufer und Vegetation, indem ihr sie beim Paddeln meidet und nur gekennzeichnete Ein- und Ausstiegsstellen nutzt.
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Im Felsinneren – Höhlen
Fledermäuse nutzen Höhlen für ihren Winterschlaf. Deshalb dürfen diese in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 31. März nicht betreten werden. Entzündet keinesfalls in und um Höhlen Feuer, denn Rauch und Ruß beeinträchtigen Höhlen und Höhlenbewohner. Fasst keine Tropfsteine an und tretet nicht in Wasseransammlungen in Höhlen.
Und nicht vergessen: Je weniger wir draußen stören und je achtsamer wir unterwegs sind, desto schöner werden unsere Naturerlebnisse!
Danke für eure Mithilfe!